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1. Auf dem Fränkischen Gebirgsweg

(Hüll-Kröttenhof-Betzenstein-Mergners-Hüll)

Länge 9,8 km; 215 m auf und ab

 

Nicht allzu ausgedehnte, dafür aber umso abwechslungsreichere Wanderung, die die kleingliederige Struktur der unmittelbaren Umgebung von Betzenstein glanzvoll präsentiert. Der Rückweg gibt sich eher beschaulich.

Gutes Schuhwerk empfehlenswert.

 

 

Fränkischer Gebirgsweg  blauer Ring  BN-Logo

 

Startpunkt unserer schönen Wanderung ist die Ortschaft Hüll mit ihrem sehenswerten Kirchlein Madonna zu Hüll, deren Entstehung um 1400 datiert.

Ein breiter Weg führt uns mit Fränkischer Gebirgsweg nach Westen in ein schönes Tal;

bald weist uns unsere Markierung in eine Waldschlucht, die von Felsen umkränzt ist.

 

Über Wiesen und Felder kommen wir zum Felsenlabyrinth Großer Wasserstein mit seinen zahlreichen Höhlen. Steinzeitliche Jäger nutzten diese als Zufluchtsstätte und Wasserreservoir - daher auch der Name. In den 50er Jahren wurden hier die fossilen Reste des kleinsten europäischen Säugetieres gefunden - einer Zwergspitzmaus von der Größe einer Hummel.

 

Kleine, verschmitzte Pfade führen uns knapp innerhalb des Waldes über Stock und Stein, und etwas später wandern wir über kleine Felder vergnügt in den Weiler Kröttenhof hinein. Unser Wanderweg erreicht wieder den Wald, wo das Hexentor auf uns wartet. Das kreisrunde Felsloch galt in früherer Zeit als Kultstätte. Buchen-Fichtenmischwald begleitet uns weiter, und über eine kleine Fahrstraße erreichen wir die „Windmühle" (ehemaliger Standort der Betzensteiner Windmühle) auf einem Hügel. Kurz darauf sehen wir über uns ein Labyrinth aus Drahtseilen und Plattformen, über die viele erlebnishungrige Abenteurer jeden Alters balancieren: Der Betzensteiner Hochseilgarten, eine landschaftlich hervorragend eingepasste Kletteranlage.

 

Für uns ergibt sich hier die Gelegenheit, die Anlage selbst auszuprobieren. Nur wenig später erwartet uns die nächste Überraschung: Unser Weg führt hinein in eine dunkle Felshöhle - das Naturdenkmal Klauskirche - und hindurch, auf die Ostseite, wo der Hang vor uns steil abfällt und wir über ein Serpentinenweglein auf den Fahrweg unter uns absteigen. Kleine Pfade führen uns um die Häuser von Betzenstein, flankiert von Felswänden, und schließlich erreichen wir den Marktplatz, wo mehrere gute Gastwirtschaften darauf warten, uns zu verköstigen.

 

Nach einer ordentlichen Rast machen wir uns auf den Rückweg. Fränkischer Gebirgsweg führt uns durch das Stadttor, und sofort dahinter steigt unser Weg in mehreren Serpentinen auf den Betzensteiner Schmidberg mit seinem hölzernen Aussichtsturm. Auf gewundenen kleinen Pfaden umrunden wir die kleinste Stadt Frankens, und nach Überquerung der Staatstraße steigen wir wieder steil hinauf auf eine der Felskuppen, von denen Betzenstein umringt ist.

 

Abwechslungsreiche Wald- und Wiesenwege bringen uns in östlicher Richtung, bis wir in der Würblesgrube auf den großen Betzensteiner Rundweg blauer Ring stoßen. Hier biegen wir links ab, und bald erreichen wir die fast flachen Ebenen, die nordöstlich von Betzenstein an die Kuppenalb angrenzen. Ganz anders ist die Landschaft hier - weite, großagrarisch strukturierte Felder prägen das Bild.

 

Durch das freundliche Mergners wandern wir weiter, und etwa eine weitere halbe Stunde später erreichen wir wieder die Ortschaft Hüll. Eine Einkehr beschließt unsere Wanderung.