Franken Pfalz vernetzt

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1. Auf dem karstkundlichen Wanderpfad

(Neuhaus a.d.Peg.-Maximiliansgrotte-Steinerne Stadt-Neuhaus a.d.Pegnitz)

Länge 12,5 km, 325 m auf und ab

Anspruchsvolle Wanderung mittlerer Länge, die das typische Gepräge der nördlichen Kuppenalb mit allen ihren Facetten darbietet. Im mittleren Teil der Wanderung sind zahlreiche steile Passagen über die Felsen enthalten; geeignetes Schuhwerk ist daher unverzichtbar.

 

Punkt grün

 

Willkommen im Land der Burgen, Höhlen, Mühlen und Täler — so begrüßt die Marktgemeinde Neuhaus a. d. Pegnitz inmitten der FrankenPfalz Ihre Gäste. Prägend für die helle Landschaft ist der Karst der äußerst kleingliedrigen Kuppenalb. Der Karst ist auch Thema unserer Wanderung auf dem vom Fränkischen Albverein errichteten „karstkundlichen Wanderpfad", zu dem es eine eigene Broschüre auch beim VGN Nürnberg gibt.


Frisch starten wir am Bahnhof von Neuhaus. Unsere Markierung Punkt grün führt uns über die Pegnitzbrücke auf einen wunderschönen Uferpfad, vorbei an ergiebigen Quellen, die ihr Wasser aus den Kalkhochflächen direkt in das Flussbett der Pegnitz speisen. Nach den letzten Häusern von Neuhaus nimmt uns das „Distlertal" in Empfang; es ist eines von zahlreichen Trockentälern der Kuppenalb. Bezaubernde Vegetation säumt die Steilhänge, an deren unterem Absatz sich mehrere Höhlen finden, und ständige Szenenwechsel machen das Wandern durch das 3 Kilometer lange Tal zu einem wahren Genuss. Kurz vor der Im Fichtendunkel verborgen liegenden, düsteren Mysteriengrotte finden wir einen Wasserschlinger (Ponor). Später gelangen wir in eine Wiesensenke, wo die malerisch gelegene Schlieraukapelle mit ihren schönen Fresken auf uns wartet. Jenseits des Wiesentals ansteigend, erreichen wir den Wald und besteigen den Zinnberg, dessen Inneres die „Maximiliansgrotte" durchzieht.


Unmittelbar neben dem Höhlenkiosk mit interessanter naturkundlicher Ausstellung bietet sich eine gute Einkehrmöglichkeit, die wir nutzen sollten, weil noch ein weiter Weg vor uns liegt.

 

Nun geht es hinein in die Wildnis des Neuhauser Gebirges: Steile Felsensteige steigen empor zur Weißingkuppe, deren nach Osten abstürzende Felsbarrieren wir später umrunden. Kurz darauf stehen wir vor der „Steinernen Stadt", nochmals einem Glanzlicht unserer Wanderung. Unterhalb
der düsteren, von einer Schlucht begrenzten Felskorona auf ihrer Nordseite führt unser Weg wieder auf eine Forststraße, wo wir bei Tafel 0725 scharf rechts abwärts abbiegen. Wenig später steigen wir über hölzerne Stufen hinauf zur dunklen Vogelherdgrotte. Leicht abwärts wandernd, gelangen wir auf bequemen Feldwegen nach Krottensee; gemütliche Traditionswirtschaften laden zu einer zünftigen Rast. Kleine Wege und Sträßchen bringen uns mit stetem Blick auf die imposante Burg Veldenstein wieder hinunter nach Neuhaus a. d. Pegnitz.