Franken Pfalz vernetzt

.

 
Link verschicken   Drucken
 

2. Zu den Kammerweihern

(Neuhaus a.d.Peg.-Kammerweiher-Hohe Tonne-Neuhaus a.d.Peg.)

Länge 23,7 km, 490 m auf und ab

Ausgedehnte Ganztageswanderung, die sich besonders für heiße Sommertage eignet. Ab Fischstein fast nur im Wald. Wegen der Länge ist etwas Proviant sinnvoll. Gutes Schuhwerk unverzichtbar.

 

Kapellenweg 1   Punkt rot   Kreuz rot   Balken gelb

 

Wer weite, stille Landschaften mag, der wird sich mit Vergnügen an unsere Wanderung erinnern; nördlich von Neuhaus erlebt man die unendlichen Weiten des Veldensteiner Forsts. Wir starten am Neuhauser Bahnhof mit dem ersten Kapellenweg Kapellenweg 1, der uns bald auf den sonnigen Giedenfels im Norden der Gemeinde bringt und über einen kleinen Pfad hinunter nach Hammerschrott steigt. Gleich am Ortseingang stößt die Neuhauser Erzweg-Schlaufe Punkt rot zu uns.


Hammerschrott, unmittelbar am Pegnitzufer gelegen, blickt auf eine lange und wechselvolle Vergangenheit der Erzverarbeitung zurück. Nun zeigt es sich als kleiner, Optimismus verbreitender Weiler mit schönem und empfehlenswertem Gasthaus. - Los nun! Unser Weg führt uns herrlich abwechslungsreich über Fluren, gelegentlich in den Forst eintauchend, kleine Tälchen durchschreitend, nach Mosenberg und weiter, an der Bahnlinie entlang, nach Oberbrand und Fischstein. Beide Ortschaften sind aufgelassen; nur ein paar alte Obstbäume erinnern an die lange Geschichte der Dörfer.


Ganz still wird es, und auf schönem Weg auf der östlichen Pegnitzseite wandern wir zu den traumhaft schönen Kammerweihern, einem bedeutenden Naturschutzgebiet, das das Brutgebiet für Fischadler und andere seltene Greifvögel geworden ist. Einsame Waldwege und Pfade begleiten uns durch den Herzogwald zu den Häusern von Rußhütte (Spielplatz und Einkehrmöglichkeit). Ein kleines Tälchen durchwandernd bringt uns unser Weg fast immer auf Waldpfaden zur Hohen Tanne, einer sehr alten Siedlung, von der nun nur noch die Gastwirtschaft übrig geblieben ist. Hier endet die Neuhauser Erzweg-Schlaufe, und wir wenden uns bei Tafel
3213 dem zertifizierten Erzweg Kreuz rot zu. Es erwartet uns ein wahrer Genuss! Wir gelangen nacheinander zum Parasolfels, dem Brunnfels und dem imposanten, hoch über dem Ohrental thronenden Rabenfels. Vorbei an der dunklen Vogelherd-Grotte kommen wir schließlich zur Maximiliansgrotte, wo wir uns eine Rast wirklich verdient haben. Von hier an begleitet uns der Exkursionspfad Balken gelb zunächst nach Krottensee (gute Abschluss-Einkehr) und wenig später nach Neuhaus, wo wir müde und zufrieden unseren Ausgangspunkt wieder erreichen. Ein Bier in einer der Kommunenbrauereien schmeckt nun köstlich!