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1. Auf dem Korbmachersteig (Hartenstein-Großmeinfeld-Hirschbach-Grünreuth-Hartenstein) Länge 15,3 km; 465 m auf und ab

1. Auf dem Korbmachersteig

(Hartenstein-Großmeinfeld-Hirschbach-Grünreuth-Hartenstein)

Länge 15,3 km; 465 m auf und ab

Besonders reizvolle und gehaltvolle Wanderungen auf stillen Pfaden der zentralen Kuppenalb, die etwas Ausdauer und gutes Schuhwerk erfordert. Beste Jahreszeit: im Frühling und Herbst.

 

Punkt rot   Balken grün   Kreuz grün

 

Grüß Gott in Hartenstein! Wir starten vom Rathaus und begeben uns ein paar Meter oberhalb auf den mit Punkt rot markierten Korbmachersteig, der gleichzeitig die Hirschbacher Erzweg-Schlaufe bildet. Seinen Namen hat der Weg von den Korbmachern, die ihre bittere Armut durch den Verkauf geflochtener „Krätzle" auf den Märkten im Raum Hersbruck zu lindern versuchten.


Bald dringt unser Wanderweg ein in die abwechslungsreiche Naturlandschaft, auf herrlich gewundenen Pfaden durch lichten, felsdurchsetzten Buchenwald, der den etwa 80 m über Hartenstein liegenden Kalbenberg bedeckt. Wieder abwärts wandern wir, und der sich ausprägende Wiesenweg führt uns windungsreich an Waldrändern und Heckengrüppchen in eines der für die Karstlandschaft der Kuppenalb typischen Trockentäler. Bald erreichen wir Großmeinfeld, einem Ortsteil der weitläufigen Gemeinde Hartenstein, wo es sich im gemütlichen Gasthof ausgezeichnet einkehren lässt.


Unser Korbmachersteig mit Punkt rot führt uns in südlicher Richtung aus dem kleinen Ort hinaus, und wieder tauchen wir ein in die außerordentlich kleingliedrige Kuppenalb mit ihrer Blütenpracht im Frühjahr. Ein wenig später, auf dem Lohhügel, begrüßt uns der mit Balken grün markierte Heinrich-
Scheuermann-Weg, der auch die Hirschbacher Erzweg-Schlaufe aufnimmt.

 

Kleine, wurzelige Pfade führen uns hinunter zum dunklen Schlund des „Großmeinfelder Windlochs", einer fast 60 m tiefen Schachthöhle. Kurz darauf grüßt uns die „Schlangenfichte", eine arg zerzauste Baumgreisin. Weiter durch dunklen Fichtenwald steigen wir hinunter ins Reichental, einem traumhaft schönen, felsumstandenen Waldtal, das sich in zahllosen Windungen am Ende schluchtartig bis nach Hirschbach zieht. Die romantische Ortschaft mit ihren schmucken Fachwerkhäusern duckt sich in das enge Tal; mehrere fränkisch-oberpfälzische Gaststätten laden ein zur Einkehr.

 

Für den Rückweg wenden wir uns am Dorfplatz dem Zielwanderweg Kreuz grün zu; er wird unser Begleiter bis Hartenstein sein. Eine Stiege, später ein kleiner Pfad führen uns sehr steil empor auf die Hangschulter, von der sich ein grandioser Ausblick über die waldreichen Kuppen des Hirschbachtals bietet. Ein Asphaltsträßchen bringt uns in die Ortslage Loch, die bereits zu Hartenstein gehört!

 

Wenig später windet sich unser Wanderweg nochmals anhaltend steil auf den Höhenrücken des wuchtigen Kohlbergs, auf dessen Nordseite wir entlang schöner Waldwiesen hinunter in das bäuerlich geprägte Kleinmeinfeld wandern. Der etwas östlich abseits des Wegs liegende Igelsee ist ein renaturiertes Biotop mit vielen Amphibien- und Feuchtpflanzenarten. Über einen sanft geschwungenen Höhenrücken erreichen wir später Grünreuth, das sich am Talabschluss des Engentals östlich der Fels bekrönten Hasenleite versteckt. Der bekannte Gasthof lädt ein zu fränkischen Schmankerin.

 

Nochmals wartet ein wahrer Wandergenuss auf uns! Unser Weg führt von dem westlich der Ortschaft liegenden Sattel hinein in die abwechslungsreichen Waldungen der Hasenleite, und kleine Pfade schnuppern sich vorbei an Felsen hinunter in ein idyllisches Tal. Die dort erreichte Straße bringt uns zurück nach Hartenstein mit seiner gut aufgestellten Gastronomie.