Franken Pfalz vernetzt

.

 
Link verschicken   Drucken
 

2. Über den Steinberg-Felsensteig nach Pruihausen

(Königstein-Schafberg-Steinberg-Kühloch-Pruihausen-Königstein)

Länge 9,3 km; 625 m auf und ab

 

Außerordentlich anspruchsvolle, teils mit leichten Kletterstrecken durchsetzte Wanderung auf einem Felsensteig, der die Wanderherzen höher schlagen lässt. Trotz der verhältnismäßig kurzen Strecke sollte man für die Tour einen ganzen Tag einplanen. Nur bei gutem und trockenem Wetter zu empfehlen; gutes, rutschfestes Schuhwerk ist ein Muss! Beste Jahreszeit: während der Sommermonate und im Herbst.

 

Balken blau   Kreuz liegend rot

 

Wer wildromantische Felslandschaften liebt, für den ist der Felsenpfad durch die Königsteiner Steinberge ein absolutes Muss!


Wir starten auf dem Königsteiner Marktplatz und wenden uns Markierung Balken blau zu, die uns zunächst auf der Straße in östlicher Richtung bis nach Mitteldorf bringt. Am Ortsausgang von Mitteldorf verlassen wir die unangenehme Straße, und schon bald zeigt sich die Charakteristik der Steinberge: Zerklüftete Felsformationen begegnen uns, und unser Pfad windet sich hinein in den felsernen Irrgarten, den das Aura-Meer hinterlassen hat. Nach einem wilden Aufschwung in die Felsen mäandert unser Steig durch die dunklen Fichtenhänge, und bald steigt er wieder steil hinein in die Nordhänge des Schafbergs. Empor auf die hoch oben thronenden Kanzeln aus Fels gelangen wir auf den Grat und steigen auf ihm durch ein Gewirr an Felsmännchen, vorbei an zerklüfteten Steilabbrüchen zu beiden Seiten.

 

In unzähligen Windungen bringt uns unser Steig zur Felskathedrale des Steinbergs, dessen Wucht an die atavistischen Schreie der sacre de printemps erinnert. Unser Steig führt uns auf das Dach des Steinbergs, vorbei an einer zerborstenen Ruhebank, durch dichtes Buchendickicht und immer wieder an die Felsbarriere heran, die ihn umzingelt.

 

Später, nach einer kurzen Episode auf leichten Pfaden, windet sich unser Pfad durch herrlichen Kiefernwald auf die Felsenburg des Kühlochbergs mit seiner dunklen Höhle. Ringsum können wir die Künste der Sportkletterer bewundern. Durch dichten Fichtenwald bringt uns unser Weg weiter,
vorbei am Teufelstisch und darauf steil hinunter in den Fichtenwald, der uns schließlich ins Freie entlässt. Ein stärkerer Kontrast des Landschaftstyps ist kaum denkbar! Fast eben erstrecken sich die Felder und Wiesen vor uns - wir haben das Oberpfälzer Hügelland erreicht. Bald sind wir in Pruihausen, wo wir in der schmucken Gaststätte einkehren und es uns schmecken lassen können.

 

Den Rückweg bewandern wir auf dem Albquerweg (Kreuz liegend rot), der etwas westlich von Pruihausen vorwitzig über einen Wiesenpfad zum Waldrand aufsteigt und sich dann auf schönen Waldpfaden mit maßvoller Steigung am Südhang des Steinbergs hinauf zieht zu dem Sattel zwischen den Steinbergen und dem hoch oben thronenden Breitenstein. Ein geschottertes und später asphaltiertes Agrarsträßchen bringt uns kurz darauf hinunter nach Königstein, von wo wir aufgebrochen waren.

 

Nun heißt es einkehren in einer der zahlreichen guten Gaststätten.