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5. Auf dem Dach der Kuppenalb

(Rinnenbrunn-Ossinger-Breitenstein-Königstein-Rinnenbrunn)

Länge 16,4 km; 485 m auf und ab

Anspruchsvolle Wanderung, die uns zu vielen Sehenswürdigkeiten und verborgenen Schönheiten führt und etwas Ausdauer erfordert. Mehrere Steilpassagen und Wurzelwege lassen gutes Schuhwerk angebracht erscheinen. Außer bei Schnee oder Glätte ganzjöhrig bewanderbar,
besonders schön im frühen Herbst.

 

Kreuz liegend rot   Kreuz blau   Ring rot   Punkt blau

 

Wir beginnen unsere Wanderung am Rinnenbrunn, einem früher beliebten Ausflugspunkt an der Straße von Oberachtel nach Bärnhof. Heute ist von dem vormaligen Forsthaus nur noch ein völlig verwachsener Obstgarten verblieben. Tafel 773 beim Parkplatz weist uns auf Kreuz liegend rot zum Ossinger;
wenig später kommen wir zum „Korkenzieher', einem gewundenen, fast senkrechten Schacht, der etwa 20 m hinunter in die Bismarck-Grotte führt. Die Begehung der Höhle erfordert ein Seil, Erfahrung und einen kundigen Begleiter.


Eintauchen in die Waldesruhe! Ein schöner Waldpfad führt uns geraume Zeit fast eben durch den ausgedehnten Forst. Später weicht der Wald sanft geschwungenen Wiesen. Die Landschaft atmet Optimismus und Freude. Einmal wenden wir uns nach rechts und steigen in ein Tälchen. Es ist der oberste Talabschluss des Wolfstals, das bei Unterachtel ins Hirschbachtal mündet.


Wir steigen nun stetig an, und bald erreichen wir die Hänge des Ossingers, eine der höchsten Erhebungen der gesamten Frankenalb. Ein gehöriger, am Ende anhaltend steiler Aufstieg bringt uns hinauf. Nun haben wir eine ordentliche Rast verdient! Die Ossingerhütte lädt dazu ein. Bei gutem Wetter unbedingt sehenswert ist der Aufstieg auf den Turm — die Fernsicht von der europäischen Hauptwasserscheide reicht bis tief in den Bayerischen Wald, das Fichtelgebirge und die gesamte Frankenalb. — Wer möchte, kann mit unserer Markierung Kreuz liegend rot direkt nach Königstein absteigen, verpasst aber einen besonders schönen Teil der Wanderung. - Wir wenden uns daher dem Zielwanderweg Kreuz blau zu. Er steigt in die nordöstliche Flanke des mächtigen Ossingers und fällt über seinen Ostsporn steil ab in ein hoch gelegenes Joch, das die Pegnitz von der Vils trennt.


Wunderbare Waldwege führen uns durch die Südwestflanke des Sutzerbergs, später überqueren wir die Kreisstraße von Hirschbach nach Königstein, und munter wandern wir weiter, bis uns unsere Markierung durch abwechslungsreiche Landschaft und vorbei an botanischen Kostbarkeiten hinauf nach Breitenstein bringt. Nun heißt es einkehren in der Schänke neben der Kapelle!


In Breitenstein wechseln wir die Markierung. Ring rot bringt uns steil hinunter in den Wald, und ein herrlicher Wiesenweg begleitet uns. Etwas überraschend schlüpft unser Wanderweg auf einem Pfad in die von koboldhaften Felsmännchen bestandenen Buchenhaine; ständig die Bergflanke wechselnd, wandern wir am Picklberg, Thorstein und Kühberg entlang bis zur Johanniskapelle und dann hinunter nach Königstein, wo wir uns in einem der ausgezeichneten Gasthöfe erholen können.


Den Rückweg bestreiten wir mit Markierung Punkt blau. Der Wanderweg beginnt am Königsteiner Marktplatz und wendet sich an der Kirche über einen Treppenaufgang in westlicher Richtung. Bald haben wir die Häuser hinter uns und wandern in leichtem Auf und Ab dem vor uns liegenden Waldentgegen. Später zweigt unsere Markierung nach links ab, und ein herrlicher Waldpfad bringt uns auf die Aussichtskanzel des Rehbergs. Nach einer längeren, sehr kurzweiligen und abwechslungsreichen Passage erreichen wir die Schelmbachstein-Grotte, und etwa eine weitere dreiviertel Stunde später unseren Ausgangspunkt.